Wahlprogramm

Wahlprogramm PP Wahlprogramm KJP Bilanz

Bayerns VielfalT. Vereinte PsychotherapeutInnen.

Wahlprogramm der gemeinsamen Liste von

  • Arbeitsgemeinschaft für Verhaltensmodifikation e.V. (AVM-D)
  • Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie e.V. (DGVT)
  • DGVT-Berufsverband psychosoziale Berufe e.V. (DGVT-BV)
  • Mit KrankenhauspsychotherapeutInnen, NeuropsychologInnen und VertreterInnen von Universitäten und Hochschulen

Psychotherapie hat Zukunft!

Wir gestalten sie mit der Kammer!

Für die Vielfalt der Psychotherapie und für ihre neuen Perspektiven stehen bayerische Verhaltenstherapeut/inn/en, Neuropsycholog/inn/en, Krankenhauspsychotherapeut/inn/en und Vertreter der Klinischen Psychologie der Universitäten und Hochschulen.

Unsere Grundsätze sind:

  • Psychotherapie als integraler und gleichberechtigter Teil der Gesundheitsversorgung.
  • Eine zeitnahe und bedarfsgerechte Versorgung unserer Patient/inn/en und Klient/inn/en.
  • Angemessene und faire Bezahlung von niedergelassenen und angestellten Kolleg/inn/en und insbesondere auch von Ausbildungsteilnehmer/inne/n.
  • Moderne und hinreichend öffentlich finanzierte Aus- und Weiterbildungskonzepte für die Psychotherapie, die ein reformiertes Psychotherapeutengesetz gewährleisten muss!

Die gerade in Kraft getretene Reform der Psychotherapierichtlinie zeigt ebenso wie die Diskussion um die Reform der Psychotherapeutenausbildung, wie wichtig es ist, dass wir uns als Berufsgruppe und Expert/inn/en in eigener Sache einbringen, damit keine halbfertigen, nicht ausfinanzierten Reformen beschlossen werden. Keine Veränderungen auf Kosten der Patienten und zu Lasten unserer Profession und unseres „Nachwuchses“!

Wir haben als aktive Kammerfraktion in der PTK Bayern in den letzten Jahren erheblich daran mitgewirkt, dass unsere Berufsgruppe im Gesundheitssystem an vielen Stellen angekommen ist, dass wir gehört werden und unsere berechtigten Forderungen mehr und mehr berücksichtigt werden. Das gilt es nun zu nutzen und auszuweiten, da grundsätzliche Reformen anstehen und in verschiedenen Feldern Gestaltungsräume offen stehen:

  • Die Bedarfsplanung im ambulanten Bereich wird bald neu geregelt.
  • Für die psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken werden im Gemeinsamen Bundesausschuss Konzepte für Stellenpläne erarbeitet.
  • Die Reform des Psychotherapeutengesetzes steht an: das aktuelle Eckpunktepapier aus dem Bundesgesundheitsministerium zeigt, dass hier noch viel Diskussions- und Klärungsbedarf besteht.
  • In die Überarbeitung der Tarifverträge für Angestellte kommt Bewegung: Die Psychotherapeut/inn/en werden endlich als eigene Berufsgruppe in die Entgeltgruppen eingearbeitet - die notwendigen Voraussetzungen, um endlich facharztäquivalente Vergütungen zu erstreiten.

Rückblick

In der zurückliegenden Wahlperiode hat die Kammer einiges erreicht und Kandidat/inn/en unserer Liste haben daran an verschiedenen Stellen entscheidend mitgewirkt: im Kammervorstand, in Ausschüssen, in der Delegiertenversammlung und im Rahmen von Beauftragungen, aber auch im Psychotherapeutenjournal und in Ausschüssen bzw. Kommissionen der Bundespsychotherapeutenkammer. Wichtig bei der Kammerarbeit waren wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit, bedarfsgerechte Fortbildungen und regelmäßige Mitgliederinformationen über verschiedene Medien, um die Kammer nach innen und außen besser zu verankern.

Wir haben eine stabile Stellung innerhalb der bayerischen Gesundheitspolitik und werden regelmäßig bei Beratungen von Gesetzen etc. eingebunden; es gibt gute Kontakte zu den Bezirkspsychiatrien und psychosomatischen Kliniken, zur Gewerkschaft ver.di und der Landesarbeitsgemeinschaft für Erziehungsberatung.

Initiativen gegenüber der Politik, u.a. zur Verbesserung der Psychotherapeuten-Ausbildung und der Situation der Psychologie-Studierenden haben erkennbare Erfolge gebracht (z. B. zum Maßregelvollzugsgesetz oder bei den Masterstudienplätzen). Für die Zukunft gibt es weitere wichtige Aufgaben.

Wir wollen erreichen:

1. Ambulante psychotherapeutische Versorgung I (KVB):

Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) sollte klarstellen, dass der psychotherapeutische Versorgungsbedarf bei weitem nicht gedeckt ist. Darüber hinaus bestehen speziell für Migrant/inn/en und auch für weitere Personengruppen Sonderbedarfe, die von der Bedarfsplanung und der KVB bislang konsequent ignoriert werden.

2. Ambulante psychotherapeutische Versorgung II (Kostenerstattung):

Solange der psychotherapeutische Versorgungsbedarf nicht gedeckt ist, ist es Aufgabe der Kammer, die Psychotherapie in der Kostenerstattung politisch zu vertreten und die sog. Kostenerstattungspsychotherapeut/inn/en durch Serviceleistungen zu unterstützen.

3. Ambulante psychotherapeutische Versorgung III (private Krankenversicherung PKV):

Die bevorstehende Überarbeitung der Gebührenordnung der PKV (GOÄ/GOP) muss die bestehenden psychotherapeutischen Leistungen deutlich besser honorieren und neue effektive psychotherapeutische Leistungen ins System aufnehmen.

4. Ambulante psychotherapeutische Versorgung IV (Neue Versorgungsformen):

Die Kammer soll sich intensiv für die Förderung und Weiterentwicklung neuer integrierter Versorgungsmodelle einsetzen, in denen Psychotherapie und Psychotherapeut/inn/en eine sachgerechte Beteiligung haben (z.B. bei Versorgungsverträgen für bestimmte Patientengruppen, MVZ).

5. Neuropsychologie in Bayern:

Längst gibt es die Möglichkeit für Sonderbedarfszulassungen für Neuropsychologie – bayernweit sollte dieses Instrument von der KVB aber noch viel öfter eingesetzt werden. In derzeit ambulant-neuropsychologisch unterversorgten Regionen muss für eine zumutbare Patientenversorgung die Kostenerstattung (s.o.) bürokratiearm beibehalten werden.

6. Psychotherapeut/inn/en in Kliniken I:

Gemeinsam mit ver.di sollen die bayerischen Tarifverträge daraufhin untersucht werden, wo PsychotherapeutInnen als Berufsgruppe verankert werden müssen, um dann entsprechende Vergütungsregelungen zu verhandeln.

7. Psychotherapeut/inn/en in Kliniken II:

Gemeinsam mit der Politik und den Klinikleitungen sind die gesetzlichen Voraussetzungen für Aufstiegsmöglichkeiten und Leitungsfunktionen für die Kolleg/inn/en in den Kliniken zu gewährleisten.

Nur wenn die Kliniken auch für uns Entwicklungschancen bieten, werden sie auf Dauer ein hohes Versorgungsniveau halten können.

8. Psychotherapeut/inn/en in Kliniken III:

Die im Gemeinsamen Bundesauschuss (G-BA) zu erstellenden verbindlichen Personalvorgaben müssen entsprechende Rahmenbedingungen für Psychotherapeut/inn/en bieten. Ihre Leistungen müssen durch die Weiterentwicklung des OPS transparent werden.

9. Psychotherapeut/inn/en in Ausbildung:

Adäquate Vergütungsregelungen in der Zeit der Praktischen Tätigkeit – Einsatz für die verantwortungsvolle Reform der Ausbildung, die aber nicht ohne eine gesicherte und hinreichende Finanzierung insbesondere der anschließenden Weiterbildung erfolgen darf.

10. Forensik/Maßregelvollzug – Strafvollzug:

Wir wollen uns für eine bessere psychotherapeutische Versorgung einsetzen, eine bessere Stellung der Kolleg/inn/en in den Einrichtungen, aber auch dafür, dass forensische und neuropsychologische Sachverständige vor Gericht tätig werden können.

11. Perspektiven zur Prävention psychischer Erkrankungen:

Prävention psychischer Störungen muss in der Schule und anderen Bildungseinrichtungen ansetzen – hier sind stärkere Impulse und Kooperation mit dem Kultusministerium notwendig. Nachhaltige Unterstützung der Gesundheitsregionen plus.

12. Rehabilitation:

Eine adäquate Stellenplanung der Psychotherapeut/inn/en in der Rehabilitation und sachgerechte Mitwirkungsregelungen mit Aufstiegsmöglichkeiten in den Reha-Kliniken sind die unverzichtbare Voraussetzung, um hier die Potentiale psychotherapeutischer Arbeit erfolgreich einbringen zu können.

13. Psychosoziale Beratung – Jugendhilfe:

Schleichende Mittelkürzungen im Bereich der Beratungsstellen müssen beendet werden. In diesem Sektor geht es auch um die Entwicklung bzw. Unterstützung von sachgerechten und nachvollziehbaren Regelungen zum Verhältnis von Heilkunde und Jugendhilfe, die soweit möglich auch integriertes oder vernetztes Arbeiten unterstützen. Die notwendige Beteiligung von Psychotherapeut/inn/en (PP/KJP) in der Jugendhilfe ist zu gewährleisten und auszubauen.

14. Sozialpsychiatrische Versorgung:

Niedrigschwellige kostenlose psychosoziale Angebote, wie z.B. gemeindenahe Sozialpsychiatrische Dienste (SpDi‘s), müssen erhalten und ausgebaut werden.

Perspektiven für unseren Berufsstand und die Kammer

  1. Weitere Aufhebung von Befugnisbeschränkungen für Psychotherapeut/inn/en (Verschreibung von Logopädie und Ergotherapie in der Kinder-/Jugendlichenpsychotherapie sowie – bei entsprechender Qualifikation – auch von Psychopharmaka und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen).
  2. Eine starke Kammer vertritt die Interessen ihrer Mitglieder durch intensive Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern, sachlich fundierte Einmischung und bürgernahe Öffentlichkeitsarbeit, damit die Psychotherapie die angemessene gesellschaftliche und (gesundheits-)politische Wertschätzung erhält.
  3. Bessere Vertretung von Kolleg/inn/en, die in Institutionen arbeiten, durch die Kammer.
  4. Eine Psychotherapie, die sich wissenschaftlich und klinisch weiterentwickelt, darf in ihren vielfältigen Grundrichtungen und deren Ausübung nicht durch übernormierende und/oder fachfremde Vorgaben behindert werden.
  5. Ökonomie in der Kammerarbeit: Wirtschaftliche Strukturen und Regelungen. Schonender Umgang mit Kammerbeiträgen und konsequente Ausschöpfung von Sparpotentialen.
  6. Transparenz der Kammer, des Versorgungswerks und weitere Verbesserung der Mitwirkungsmöglichkeiten der Mitglieder.
Die Kandidat/inn/en unserer Liste verkörpern mit Nachdruck die Vielfalt unserer Forderungen und Ziele. Unterstützen Sie uns für eine kompetente Vertretung der Vielfalt der Psychotherapie in Bayern und stimmen Sie für eine bessere Nutzung unserer Potentiale und Chancen. Wählen Sie unsere Liste!*

* Sie haben 36 Stimmen! Sie können jedem/jeder Kandidatin/en bis zu drei Stimmen geben (zusammen aber keinesfalls mehr als 36!). Auf jeden Fall sollten Sie ein Kreuz oben für die ganze Liste (Nr. 2) machen!

Wahlflyer zum Download

Bayerns VielfalT. Vereinte KJP.

Wahlprogramm der gemeinsamen Liste von

  • Arbeitsgemeinschaft für Verhaltensmodifikation e.V. (AVM-D)
  • Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie e.V. (DGVT)
  • DGVT-Berufsverband psychosoziale Berufe e.V. (DGVT-BV)
  • Mit KrankenhauspsychotherapeutInnen, NeuropsychologInnen und VertreterInnen von Universitäten und Hochschulen

Psychotherapie hat Zukunft!

Wir gestalten sie mit unserer Kammer!

Für die Vielfalt der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie und für ihre neuen Perspektiven stehen bayerische Verhaltenstherapeut/inn/en. Wir arbeiten in den verschiedenen Bereichen, in eigener Praxis, in Jugendhilfeeinrichtungen, in Kinder- und Jugendpsychiatrischen Praxen sowie an Hochschulen.

Unsere Grundsätze sind:

  • Psychotherapie als integraler und gleichberechtigter Teil der Gesundheitsversorgung
  • Erhalt der Profession Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut/In
  • Berufsrechtliche Gleichstellung der KJP, Behandlungsbefugnis aller Altersgruppen
  • Eine zeitnahe und bedarfsgerechte Versorgung unserer Patient/inn/en und Klient/inn/en
  • Angemessene und faire Bezahlung von niedergelassenen und angestellten Kolleg/inn/en und insbesondere auch von Ausbildungsteilnehmer/inn/en
  • Moderne und hinreichend öffentlich finanzierte Aus- und Weiterbildungskonzepte für die Psychotherapie, die ein reformiertes Psychotherapeutengesetz gewährleisten muss!

Die gerade in Kraft getretene Reform der Psychotherapierichtlinie zeigt ebenso wie die Diskussion um die Reform der Psychotherapeutenausbildung, wie wichtig es ist, dass wir uns als Berufsgruppe und Expert/inn/en in eigener Sache einbringen, damit keine halbfertigen, nicht ausfinanzierten Reformen beschlossen werden. Keine Veränderungen auf Kosten der Patienten und zu Lasten unserer Profession und unseres „Nachwuchses“! Wir haben als aktive Kammerfraktion in der PTK Bayern in den zurückliegenden Jahren erheblich daran mitgewirkt, dass wir als Berufsgruppe im Gesundheitssystem an vielen Stellen angekommen sind, dass wir gehört werden und unsere berechtigten Forderungen mehr und mehr berücksichtigt werden.

Das gilt es nun zu nutzen und auszuweiten, da grundsätzliche Reformen anstehen und in verschiedenen Feldern Gestaltungsräume offen stehen:

  • Die Bedarfsplanung im ambulanten Bereich wird bald neu geregelt.
  • Für die psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken werden im Gemeinsamen Bundesausschuss Konzepte für Stellenpläne erarbeitet.
  • Die Reform des Psychotherapeutengesetzes steht an: Das aktuelle Eckpunktepapier aus dem Bundesgesundheitsministerium zeigt, dass hier noch viel Diskussionsbedarf besteht.
  • In die Überarbeitung der Tarifverträge für Angestellte kommt Bewegung: Die Psychotherapeut/inn/en werden endlich als eigene Berufsgruppe in die Entgeltgruppen eingearbeitet – die notwendigen Voraussetzungen, um endlich facharztäquivalente Vergütungen zu erstreiten.

Rückblick

In der zurückliegenden Wahlperiode hat die Kammer Einiges erreicht und Kandidat/inn/en unserer Liste haben daran an verschiedenen Stellen mitgewirkt: im Kammervorstand, in Ausschüssen, in der Delegiertenversammlung und im Rahmen von Beauftragungen, aber auch im Psychotherapeutenjournal und in Ausschüssen bzw. Kommissionen der Bundespsychotherapeutenkammer. Wichtig bei der Kammerarbeit waren wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit, bedarfsgerechte Fortbildungen und regelmäßige Mitgliederinformationen über verschiedene Medien, um die Kammer nach innen und außen besser zu verankern.

Wir haben eine stabile Stellung innerhalb der bayerischen Gesundheitspolitik und werden regelmäßig bei Beratungen von Gesetzen etc. eingebunden; es gibt gute Kontakte zu den Bezirkspsychiatrien und psychosomatischen Kliniken, zur Gewerkschaft ver.di und der Landeskonferenz für Erziehungsberatung. Zahlreiche Initiativen gegenüber der Politik, u.a. zur Verbesserung der Psychotherapeuten-Ausbildung und der Situation der Psychologie-Studierenden, haben erkennbare Erfolge gebracht (z. B. zum Maßregelvollzugsgesetz oder bei den Masterstudienplätzen). Für die Zukunft gibt es weitere wichtige Aufgaben.

Wir wollen erreichen:

1. Berufsrechtliche Gleichstellung von KJP und PP

Im neuen Psychotherapeutengesetz werden die Berufe des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und des Psychologischen Psychotherapeutengesetzes wahrscheinlich zusammengeführt. Wir fordern Übergangsregelungen, nach der die heutigen KJP auch die Möglichkeit erhalten, berufsrechtlich zukünftig Erwachsene zu behandeln, und auch sozialrechtlich die entsprechende Fachkunde zu erhalten.

2. Ambulante psychotherapeutische Versorgung I (KVB):

Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) sollte klarstellen, dass der psychotherapeutische Versorgungsbedarf bei weitem nicht gedeckt ist. Darüber hinaus bestehen speziell für Migrant/inn/en und auch für weitere Personengruppen Sonderbedarfe, die von der Bedarfsplanung bislang konsequent ignoriert werden.

3. Ambulante psychotherapeutische Versorgung II (Kostenerstattung):

Solange der psychotherapeutische Versorgungsbedarf nicht gedeckt ist, ist es Aufgabe der Kammer, die Psychotherapie in der Kostenerstattung politisch zu vertreten und die sog. Kostenerstattungspsychotherapeut/inn/en durch Serviceleistungen zu unterstützen.

4. Ambulante psychotherapeutische Versorgung III (private Krankenversicherung, PKV):

Die bevorstehende Überarbeitung der Gebührenordnung der PKV (GOÄ/GOP) muss die bestehenden psychotherapeutischen Leistungen deutlich besser honorieren und neue effektive psychotherapeutische Leistungen ins System aufnehmen.

5. Ambulante psychotherapeutische Versorgung IV (Neue Versorgungsformen):

Die Kammer soll sich intensiv für die Förderung und Weiterentwicklung neuer integrierter Versorgungsmodelle einsetzen, in denen Psychotherapie und Psychotherapeut/inn/en eine sachgerechte Beteiligung haben (z.B. bei Versorgungsverträgen für bestimmte Patientengruppen, MVZ).

6. Psychotherapeut/inn/en in Kliniken I:

Gemeinsam mit ver.di sollen die bayerischen Tarifverträge daraufhin untersucht werden, wo PsychotherapeutInnen als Berufsgruppe verankert werden müssen, um dann entsprechende Vergütungsregelungen zu verhandeln.

7. Psychotherapeut/innen in Kliniken II:

Gemeinsam mit der Politik und den Klinikleitungen sind Aufstiegsmöglichkeiten und weitere Leitungsfunktionen für die Kolleg/inn/en in den Kliniken zu gewährleisten. Nur wenn die Kliniken auch für uns Entwicklungschancen bieten, werden sie auf Dauer ein hohes Versorgungsniveau halten können. Die im G-BA zu erstellenden Stellenplanvorgaben müssen einen entsprechenden Rahmen vorgeben.

8. Psychotherapeut/inn/en in Ausbildung:

Adäquate Vergütungsregelungen in der Zeit der Praktischen Tätigkeit – Einsatz für die verantwortungsvolle Reform der Ausbildung, die aber nicht ohne eine gesicherte und hinreichende Finanzierung insbesondere der anschließenden Weiterbildung erfolgen darf.

9. Forensik – Maßregelvollzug – Strafvollzug:

Wir wollen uns für eine bessere psychotherapeutische Versorgung einsetzen, eine bessere Stellung der Kolleg/inn/en in den Einrichtungen, aber auch dafür, dass forensische und neuropsychologische Sachverständige vor Gericht tätig werden können.

10. Perspektiven zur Prävention psychischer Erkrankungen:

Prävention psychischer Störungen muss in der Schule und anderen Bildungseinrichtungen ansetzen – hier sind stärkere Impulse und Kooperation mit dem Kultusministerium notwendig.

11. Rehabilitation:

Eine adäquate Stellenplanung der Psychotherapeut/inn/en in der Rehabilitation und sachgerechte Mitwirkungsregelungen mit Aufstiegsmöglichkeiten in den Reha-Kliniken sind die unverzichtbare Voraussetzung, um hier die Potentiale psychotherapeutischer Arbeit erfolgreich einbringen zu können.

12. Psychosoziale Beratung – Jugendhilfe:

Stellenabbau und schleichende Mittelkürzungen imBereich der Beratungsstellen müssen beendet werden. In diesem Sektor geht es auch um die Entwicklung bzw. Unterstützung von sachgerechten und nachvollziehbaren Regelungen zum Verhältnis von Heilkunde und Jugendhilfe, die soweit möglich auch integriertes oder vernetztes Arbeiten unterstützen. Die notwendige Beteiligung von Psychotherapeut/inn/en (PP/KJP) in der stationären und ambulanten Jugendhilfe ist zu gewährleisten und auszubauen.

13. Sozialpsychiatrische Versorgung:

Niedrigschwellige kostenlose psychosoziale Angebote, wie z.B. gemeindenahe Sozialpsychiatrische Dienste (SpDi), müssen erhalten und ausgebaut werden.

Perspektiven für unseren Berufsstand und die Kammer

  1. Weitere Aufhebung von Befugnisbeschränkungen für Psychotherapeut/inn/en (Verschreibung von Logopädie und Ergotherapie in der Kinder-/Jugendlichenpsychotherapie sowie – bei entsprechender Qualifikation – auch von Psychopharmaka und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen).
  2. Eine starke Kammer vertritt die Interessen ihrer Mitglieder durch intensive Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern, sachlich fundierte Einmischung und bürgernahe Öffentlichkeitsarbeit, damit die Psychotherapie die angemessene gesellschaftliche und (gesundheits-)politische Wertschätzung erhält.
  3. Bessere Vertretung von Kolleg/inn/en, die in Institutionen arbeiten, durch die Kammer.
  4. Eine Psychotherapie, die sich wissenschaftlich und klinisch weiterentwickelt, darf in ihren vielfältigen Grundrichtungen und deren Ausübung nicht durch übernormierende und/oder fachfremde Vorgaben behindert werden.
  5. Ökonomie in der Kammerarbeit: Wirtschaftliche Strukturen und Regelungen. Schonender Umgang mit Kammerbeiträgen und konsequente Ausschöpfung von Sparpotentialen.
  6. Transparenz der Kammer und weitere Verbesserung der Mitwirkungsmöglichkeiten der Mitglieder.
Die Kandidat/innen/en unserer Liste verkörpern mit Nachdruck die Vielfalt unserer Forderungen und Ziele. Unterstützen Sie uns für eine kompetente Vertretung der Vielfalt der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in Bayern und stimmen Sie für eine bessere Nutzung unserer Potentiale und Chancen. Wählen Sie Liste 3: Bayerns Vielfalt. Vereinte KJP*

* Sie haben 9 Stimmen! Sie können jedem/jeder Kandidatin/en bis zu drei Stimmen geben (zusammen aber keinesfalls mehr als 9!). Auf jeden Fall sollten Sie ein Kreuz oben für die ganze Liste (Nr. 3) machen!

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