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BPtK: Sachverständigenrat: Vier Monate Wartezeit auf eine ambulante Psychotherapie
19. Juli 2018

Auch wochenlange Wartezeiten in psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken

Patienten warten im Durchschnitt vier Monate auf den Beginn einer ambulanten Psychotherapie. Das ist ein Ergebnis des diesjährigen Gutachtens des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Damit bestätigt das Gutachten die Wartezeitenstudie 2018 der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), nach der Menschen im Mittel fünf Monate auf den Beginn einer Psychotherapie warten müssen. Auch in der stationären Versorgung bestehen Wartezeiten: Psychisch kranke Menschen warten ein bis zwei Monate, wenn sie eine Behandlung in einem psychiatrischen oder psychosomatischen Krankenhaus benötigen und nicht als Notfall eingewiesen werden.

Um die Wartezeiten zu verringern, fordern die Gutachter mehr ambulante und teilstationäre Angebote. Insbesondere plädieren sie dafür, das ambulante Angebot an intensiven Behandlungen auszubauen. In der Hoffnung auf hochfrequente Psychotherapien ließen sich viele Patienten in Kliniken einweisen. Anders, als die Patienten erwarteten, gehörten intensive Psychotherapien jedoch meist gar nicht zu den Behandlungen, die Psychiatrien anbieten, so die Gutachter. Sie empfehlen deshalb, intensive Behandlungsangebote auszubauen. Dies sollen vor allem psychotherapeutische Angebote sein, zum Beispiel kombiniert mit psychiatrischer Krankenpflege. Diese Angebote wären eine wesentliche Ergänzung sowohl der ambulanten psychotherapeutischen und psychiatrischen als auch (teil-)stationären Behandlungsmöglichkeiten.

"Wir befürworten den vorgeschlagenen Ausbau von ambulanten Angeboten mit intensiven Behandlungen für psychisch kranke Menschen", erklärt BPtK-Präsident Dr. Dietrich Munz. "Dabei sollten Psychotherapeuten die Koordination für die gesamte Behandlung übernehmen und zum Beispiel auch psychiatrische Krankenpflege oder Ergotherapie verschreiben können."

Am 2. Juli 2018 veröffentlichte der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen sein aktuelles Gutachten "Bedarfsgerechte Steuerung der Gesundheitsversorgung". Der Rat wird sein Gutachten am 26. September 2018 in Berlin auf einem Symposium vorstellen. Außerdem sind erstmals vier Regionalkonferenzen geplant.

Links:
Gutachten des Sachverständigenrates

BPtK zum Pflegepersonalstärkungsgesetz: Psychotherapeutische Versorgung in Pflegeinrichtungen verbessern
11. Juli 2018

BPtK zum Pflegepersonalstärkungsgesetz

Der Gesetzentwurf zur Stärkung des Pflegepersonals sieht vor, die ärztliche Versorgung in Pflegeeinrichtungen durch verbindlich abzuschließende Kooperationsverträge zwischen Pflegeeinrichtungen und Vertragsärzten zu verbessern. Neben einer besseren somatisch-ärztlichen Versorgung besteht jedoch außerdem ein dringender Bedarf, Patienten mit psychischen Erkrankungen in Pflegeeinrichtungen besser zu versorgen. Insbesondere werden zu häufig und zu viele Psychopharmaka trotz der damit verbundenen Risiken verschrieben. Dabei stehen wirksame nicht-medikamentöse und psychotherapeutische Interventionen zur Verfügung, um z. B. Verhaltensstörungen bei Demenzen und depressive Erkrankungen zu behandeln. Die Bundespsychotherapeutenkammer hält es deshalb für erforderlich, dass im Gesetzestext ausdrücklich auch der Abschluss von Kooperationsverträgen mit niedergelassenen Psychotherapeuten oder die Anstellung von Psychotherapeuten in Pflegeeinrichtungen ermöglicht und gefördert werden. 

Die Verbändeanhörung zum Entwurf zum Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz findet am 11. Juli 2018 statt.

Downloads
Stellungnahme der BPtK: Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung des Pflegepersonals (Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz – PpSG) - Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit

BPtK zum Pflegepersonalstärkungsgesetz: Videobehandlung auch für Psychotherapeuten
11. Juli 2018

BPtK zum Pflegepersonalstärkungsgesetz

Mit dem Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung des Pflegepersonals soll nach dem Willen des Bundesgesundheitsministeriums auch eine gesetzliche Grundlage dafür geschaffen werden, dass Videosprechstunden als telemedizinische Leistung in der psychotherapeutischen Versorgung eingesetzt werden können. Der Bewertungsausschuss soll beauftragt werden, bis zum 1. April 2019 die notwendigen Voraussetzungen für die Vergütung im Einheitlichen Bewertungsmaßstab zu schaffen. 

Die Bundespsychotherapeutenkammer begrüßt, dass damit diese Leistung auch in der ambulanten Psychotherapie eingeführt werden soll. Hierbei sind allerdings die berufsrechtlichen Sorgfaltspflichten zu beachten. Einer Videobehandlung muss zum Beispiel immer eine angemessene Diagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung im unmittelbaren persönlichen Kontakt vorangehen. Ferner müssen Datensicherheit und Datenschutz sichergestellt sein.

 

Downloads

Stellungnahme der BPtK: Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung des Pflegepersonals (Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz – PpSG) - Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit

BPtK: Gestalttherapie nicht als psychotherapeutisches Verfahren anerkannt
09. Juli 2018

Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie veröffentlicht Gutachten

Die Gestalttherapie kann nicht als wissenschaftlich anerkanntes Psychotherapieverfahren gelten. Zu diesem Ergebnis kommt der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP) in seinem Gutachten, das er heute auf seiner Homepage veröffentlicht hat. 

„Für die Gestalttherapie liegen bisher nur ausreichend Belege für ihre Wirksamkeit bei affektiven Störungen bei Erwachsenen vor“, stellt Prof. Dr. Günter Esser, erster Vorsitzender des WBP, fest. „Für eine Anerkennung als psychotherapeutisches Verfahren fehlen Belege für mindestens zwei weitere Anwendungsbereiche.“ Damit kann die Gestalttherapie nicht als Verfahren für die vertiefte Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten empfohlen werden. Für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen konnte der Beirat in keinem Anwendungsbereich ausreichende Belege für ihre Wirksamkeit finden. 

Der WBP hatte die Gestalttherapie auf Antrag des Deutschen Dachverbands Gestalttherapie für approbierte Psychotherapeuten e.V. geprüft.

Links:
Gutachten zur wissenschaftlichen Anerkennung der Gestalttherapie

BPtK: ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
06. Juli 2018

S3-Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung veröffentlicht

Für die Diagnostik und Behandlung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit einer Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) haben sich die Berufs- und Fachverbände auf eine S3-Leitlinie geeinigt. Das multiprofessionelle Konsensverfahren auf Basis der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz war bis zum Schluss kontrovers. Zu den strittigen Empfehlungen gehört, ADHS schon bei Kindergartenkindern sowie bei mittlerem Schweregrad mit Medikamenten zu behandeln. 

Grundsätzlich empfiehlt die Leitlinie ein multimodales Behandlungskonzept und eine umfassende Aufklärung und Beratung der Patienten, Eltern, Erzieher und Lehrer, einschließlich Case-Management (Psychoedukation). Bleiben danach Auffälligkeiten bestehen, sind komorbide psychische Erkrankungen wie oppositionelles Trotzverhalten oder depressive Störungen, die bei bis zu 85 Prozent der Patienten bestehen, leitliniengerecht und das bedeutet in der Regel psychotherapeutisch zu behandeln. 

Je nach Alter und Schwere der Erkrankungen soll ADHS wie folgt behandelt werden:


Bei Kindern vor dem Alter von sechs Jahren soll primär psychosozial, einschließlich psychotherapeutisch interveniert werden. Eine Pharmakotherapie soll nicht vor dem Alter von drei Jahren angeboten werden. Medikamente dürfen außerdem nur von einem Facharzt verordnet werden, der besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Behandlung von Vorschulkindern verfügt.
Bei einem leichten Schweregrad soll primär psychosozial, einschließlich psychotherapeutisch interveniert werden. In Einzelfällen kann bei behandlungsbedürftiger zurückbleibender ADHS-Symptomatik ergänzend eine Pharmakotherapie angeboten werden.
Bei moderatem Schweregrad soll entweder eine intensivierte psychosoziale, einschließlich intensivierter psychotherapeutischer Intervention oder eine pharmakologische Behandlung oder eine Kombination dieser beiden Behandlungsansätze angeboten werden.
Bei schwerer ADHS soll primär eine Pharmakotherapie nach einer intensiven Psychoedukation angeboten werden. In die Pharmakotherapie kann eine parallele intensive psychosoziale, einschließlich psychotherapeutische Intervention integriert werden. In Abhängigkeit von dem Verlauf der Pharmakotherapie sollen bei zurückbleibender behandlungsbedürftiger ADHS-Symptomatik psychosoziale, einschließlich psychotherapeutische Interventionen angeboten werden.

Einige Verbände haben Sondervoten zu einzelnen Empfehlungen abgegeben und ein Verband hat der Leitlinie nicht zugestimmt. Hintergrund sind insbesondere abweichende Bewertungen der Studienlage zur Pharmakotherapie. Während es einerseits Evidenz dafür gibt, dass Psychopharmaka bei allen Schweregraden eine Linderung der Kernsymptomatik bewirken kann, hat die längerfristige Gabe von Psychopharmaka Nebenwirkungen wie zum Beispiel ein verringertes Größenwachstum. Anderseits liegen für die psychotherapeutische Behandlung noch nicht so viele Studien vor. „Für uns ist deshalb eine sehr gute Diagnostik und eine umfassende Aufklärung der Patienten und ihrer Angehörigen über die Risiken und Nebenwirkungen der Behandlungsalternativen entscheidend für partizipative Entscheidungsfindung“, erklärt BPtK-Vorstand Peter Lehndorfer. 

Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hat sich im Konsensverfahren unter anderem dafür eingesetzt, dass den Anwendern der Leitlinie detaillierte Informationen zur Bewertung der Schweregrade zu Verfügung stehen, um Patienten und ihre Angehörigen evidenzbasiert diagnostizieren und behandeln zu können. Die Komplexität der empfohlenen Behandlungsentscheidungen wird nur dann zu einer besseren Versorgung führen, wenn Art und Schwere des ADHS und seine Begleiterkrankungen fachgerecht diagnostiziert werden. Die Leitlinie hat eine Laufzeit von vier Jahren.

Links:
Homepage AWMF online: ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

BPtK: Weiterbildung nach der Approbation sicherstellen - BPtK-Symposium zur Reform des Psychotherapeutengesetzes
04. Juli 2018

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

gerne möchten wie Sie auf folgendes Symposium der BPtK hinweisen: https://www.bptk.de/aktuell/einzelseite/artikel/weiterbildun-1.html

Links:
Gutachten zur wissenschaftlichen Anerkennung der Gestalttherapie

Protest bringt was, sogar in Bayern: Die CSU will das Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz in wesentlichen Punkten verändern!
03. Juli 2018

Der Entwurf des Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes für Bayern (BayPsychKHG), der von der bayerischen Staatsregierung nach langen Vorbereitungen am 19. April in den Landtag eingebracht wurde, hat massive Proteste von vielen Seiten hervorgerufen. Die DGVT hat wie viele andere Verbände, wie Kammern, Betroffenen- und Angehörigenorganisationen und wie auch viele Bürger heftig gegen diesen Gesetzentwurf Stellung bezogen. Denn er bringt psychisch kranke Menschen in die Nähe von Straftätern. Der Gesetzentwurf zielt insbesondere auf die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, die durch psychisch kranke Menschen gefährdet sei (so muss man nach Lesen des Entwurfs und der Begründung annehmen) und er will ausführlich die Registrierung und Kontrolle von Menschen, die in der Psychiatrie untergebracht werden, organisieren. Wirkliche Hilfe für die Betroffenen scheint angesichts der Ausführlichkeit der entsprechenden Vorgaben des Gesetzes nicht im Fokus der Autoren gestanden zu haben. Seit April ist in dieser Sache viel passiert: Neben vielen Hintergrundgesprächen, die seither gelaufen sind, muss man dankbar zur Kenntnis nehmen, dass auch die Süddeutsche Zeitung aus München sich engagiert mit der Thematik beschäftigt und ebenfalls in einer Serie von Beiträgen heftige Kritik geäußert hat.

Nachdem bereits wenige Tage nach der Veröffentlichung des Gesetzentwurfs seitens der Staatspartei CSU öffentlich die Bereitschaft zu Zugeständnissen mitgeteilt wurde, zumindest zu einigen, blieb über längere Zeit unklar, wie weit diese gehen würden. Zu befürchten blieb, dass es sich nur um verbale und optische Klärungen und gefälligere Formulierungen handeln würde, dass der Kern des Gesetzes, die Erfassung und Kontrolle von psychisch kranken Menschen aber bestehen bleiben solle – dies lag nicht zuletzt deshalb nahe, weil die CSU ja „rechts von sich keinen Platz lassen will“, damit die AfD weniger Chancen im anstehenden Landtagswahlkampf hätte.

Inzwischen liegt der CSU-Antrag zur Änderung des Gesetzentwurfes im Landtag vor und die Fachleute, die Verbände und die Betroffenenorganisationen sind tatsächlich überrascht und erfreut: Fast alle ihrer Forderungen, die zuvor im Aktionsbündnis BayPsychKHG abgestimmt worden waren, sollen umgesetzt werden.

Einige Stichworte zu den vorgesehenen Änderungen am Entwurf:

  • klare Trennung zum Maßregelvollzug für psychisch kranke Straftäter
  • Einfügung einer Präambel, die u.a. betont, dass Entstigmatisierung das Ziel des Gesetzes sei und dass Hilfe im Vordergrund stehen wird. Und dass es letztlich darum gehe, Unterbringungen gegen den Willen der Betroffenen zu vermeiden.
  • völliger Verzicht auf die Unterbringungsdatei
  • falls Unterbringung erforderlich: Förderung dezentraler Unterbringungsmöglichkeiten
  • besondere Regelungen für die angemessene Betreuung von Kindern und Jugendlichen
  • keine Unterbringungsbeiräte, sondern Weiterentwicklung der Besuchskommissionen unter Einbeziehung der Selbsthilfe
  • Stärkung der Stellung von Besuchskommissionen
  • Einbeziehung der Selbsthilfeorganisationen in Versorgungsplanungsgremien und geeignete finanzielle Unterstützung der Selbsthilfe
  • Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Beschwerdestellen
  • Begleitevaluation, auch zur Prüfung der Frage, ob den besonderen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen mit diesem Gesetz Rechnung getragen wird

Das ist ein schöner Erfolg für alle Beteiligten, und es war sicher wertvoll, dass enorm viele, Einzelpersonen, Institutionen und Verbände, sich beteiligt haben und die Politik, insbesondere die CSU und ihre Gesundheits-, Sozial- und Ordnungspolitiker dort, mit ihren Stellungnahmen in Bedrängnis gebracht haben.

Heiner Vogel

DGVT-Newsletter - Ausgabe 4/2018
19. Juni 2018

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Psychotherapie-Verbände: Ausbildungsreform muss auch die Weiterbildung regeln
6. Juni 2018

AVM, DGVT und andere veranstaltende Verbände veröffentlichen eine Pressemitteilung zur gemeinsamen verbändeübergreifende Ausbildungsveranstaltung morgen, 7. Juni 2018 in Berlin.

Pressemmitteilung zum Download

Einladung zum Download

Die PTK Bayern teilt mit: Frist für Antrag auf Höhergruppierung nach TVöD E14 für angestellte PP und KJP läuft aus!
05. Dezember 2017

Liebe Kolleg/innen

wir möchten Sie darauf hinweisen, dass die Höhergruppierung in die Vergütungsgruppe E14 gemäß TVöD zum 31.12.2017 beantragt werden sollte, da sie nur dann rückwirkend zum 01.01.2017 gelten kann. Spätere Anträge können dann lediglich ab Antragsdatum wirken.

Diese Option gilt grundsätzlich für alle Psychologischen Psychotherapeut/innen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut/innen in Kliniken, Beratungsstellen, Einrichtungen der Jugendhilfe und sonstigen Institutionen, die nach TVöD-kommunal vergütet werden. Diese fristwahrende Höhergruppierung kann z. B. mit dem Satz beantragt werden „Hiermit beantrage ich die Höhergruppierung gemäß § 29 b TVÜ-VKA in die Entgeltgruppe 14 (Anlage 1 zum TVöD- VKA)“. Um zu erreichen, dass Ihre Erfahrungsstufe dabei nicht abgesenkt wird (was in der Entscheidung der Arbeitgeber liegt), sollten Sie den Wunsch äußern, dass die Höhergruppierung stufengleich erfolgt. Sollten Unsicherheiten hinsichtlich der Eingruppierung in die Erfahrungsstufen bestehen, sollten sie sich ggf. beim örtlichen Personalrat beraten lassen.

Achtung: Approbation und Ausübung psychotherapeutischer Tätigkeit erforderlich!

Besonders weist die Kammer darauf hin, dass es bzgl. der Eingruppierung in die Entgeltgruppe 14 (EG 14) darauf ankommt, dass man als approbierter Psychotherapeut/approbierte Psychotherapeutin am jeweiligen Arbeitsplatz auch psychotherapeutisch tätig ist. Für PP und KJP in Krankenhäusern und Kliniken, in denen psychisch oder psychosomatisch Kranke behandelt werden, ist diese Voraussetzung in der Regel erfüllt und der TVöD-K anwendbar.*

Für PP und KJP, die in anderen institutionellen Bereichen arbeiten, rät die Kammer, falls es diesbezüglich Zweifel geben sollte, darzulegen, dass die eigene Tätigkeit und die Erfüllung der übertragenen Aufgaben in der betreffenden Institution nur mit psychotherapeutischer Expertise möglich ist. Nachgewiesen werden könnte das beispielsweise durch das Anforderungsprofil in Stellenausschreibungen oder Arbeitsplatz-/Stellenbeschreibungen, die vom Arbeitgeber zu erstellen sind. Auch Aussagen im Rahmen des Qualitätsmanagements der Einrichtung oder Beschreibungen der Tätigkeitsschwerpunkte oder –Aufgaben in der Konzeption der Einrichtung sind geeignet, den Nachweis zu führen. Vereinbarungen der Einrichtung mit Kostenträgern und Kooperationspartnern könnten ebenfalls Argumente dafür bieten, dass Ihre Tätigkeit psychotherapeutische Expertise erfordert. Schließlich könnten Sie Aufgaben Ihres Berufsalltags in der Einrichtung konkret benennen und darauf hinweisen, dass deren Erfüllung ohne psychotherapeutische Expertise nicht zu leisten sind.

Wir möchten Sie diesbezüglich auch auf die Informationen und aktuelle Merkblätter hinweisen, die wir auf unserer Homepage zum Thema zusammengestellt haben: https://www.ptk-bayern.de/ptk/web.nsf/id/pa_tarifrecht.html

Mit freundlichen Grüßen
Der Vorstand der PTK Bayern

* XI. Beschäftigte in Gesundheitsberufen Nr. 18: Entgeltgruppe 14: „Psychologische Psychotherapeutinnen und -therapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -therapeuten jeweils mit Approbation und entsprechender Tätigkeit“ (Durchgeschriebene Fassung des TVöD für den Dienstleistungsbereich Krankenhäuser (TVöD-K) in der Fassung der Änderungsvereinbarung Nr. 9 vom 24. November 2016, Seite 112).

DGVT-/DGVT-BV-Pressemitteilung: Des Kaisers neue Kleider – Das Schweigekartell über die psychotherapeutische Unterversorgung hält an
20. November 2017

Wartezeiten für eine ambulante psychotherapeutische Behandlung von bis zu einem Jahr und sogar darüber hinaus sind in vielen Regionen Deutschlands die Regel. Im Bereich der Versorgung von Kindern und Jugendlichen ist die Lage besonders eklatant. Dieser unhaltbare Zustand für Patient*innen hat sich trotz vieler Sonntagsreden und Lippenbekenntnisse der Politik seit Jahren nicht gebessert. Ein Musterbeispiel hierfür ist der jüngste Spruch des Bundesschiedsamts (Zusammensetzung: GKV-Spitzenverband, KBV sowie ein unparteiischer Vorsitzender und zwei weitere unparteiische Mitglieder). Was auf dem Papier zunächst so wirkt, als diene es dem Wohl der Patient*innen, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Mogelpackung. Auf Antrag der gesetzlichen Krankenkassen wurde bestimmt, dass die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen gegen deren erklärten Willen künftig auch Termine für probatorische Sitzungen bei Psychotherapeut*innen vermitteln müssen.

Mehr Informationen.

Aktiv für ein gesundes Arbeitsumfeld sorgen
09. Oktober 2017

Stellungnahme der DGVT und des DGVT-Berufsverbandes zum 25. World Mental Health Day am 10. Oktober zum Thema seelische Gesundheit am Arbeitsplatz.

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Studie belegt, dass PatientInnen zu wenig über ihre Rechte gegenüber Krankenkassen wissen
03.08.2017

Einer aktuellen Studie des IGES-Instituts und des Sozialrechtlers Prof. Dr. Gerhard Igl zufolge („Leistungsbewilligungen und -ablehnungen durch Krankenkassen“) sind Versicherte häufig nur unzureichend über ihre Rechte aufgeklärt. Lediglich ein Viertel der PatientInnen legt Widerspruch ein, wenn ein von ihnen gestellter Leistungsantrag (z.B. Vorsorge- oder Rehabilitationsleistung) von ihrer Krankenkasse abgelehnt wird. Spannend ist die Betrachtung der gestellten Widersprüche, denn hier zeigte sich, dass die Hälfte der Widersprüche erfolgreich war (stark abhängig von der jeweiligen Krankenkasse).

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BMG legt Arbeitsentwurf für ein zukünftiges Psychotherapiestudium vor
31. Juli 2017

Wie bereits seit längerem angekündigt, hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) nun einen ersten Arbeitsentwurf vorgelegt, in dem eine Neuregelung der Psychotherapeutenausbildung vorgeschlagen wird. In dem Entwurf für ein sogenanntes Psychotherapeutenausbildungsreformgesetz wird ein fünfjähriger Studienweg definiert, der in einer verpflichtend festgeschriebenen Studienstruktur mit Bachelor- und einem Masterstudium zur Erlangung der Heilkunde für Psychotherapie führen soll. Mit zwei staatlichen Prüfungen, die nach dem ersten und nach dem zweiten Studienabschnitt abgelegt werden, kann demnach die Berufszulassung erlangt werden.

Außerdem wird in diesem Arbeitsentwurf die Einrichtung erweiterter Modellstudiengänge ermöglicht, mit denen die psychotherapeutische Heilkunde um Kompetenzen erweitert wird, die die Verordnung psychopharmakologischer Maßnahmen möglich machen und zu einer entsprechenden heilkundlichen Befugniserweiterung führen soll.

Der Arbeitsentwurf beinhaltet wesentliche Änderungen zum Eckpunktepapier des BMG vom November 2016. Insbesondere sind die vorgeschriebenen Zeiten für praktische Studieninhalte deutlich verkürzt worden. Ein Praxissemester, wie es z.B. auch der Deutsche Psychotherapeutentag (DPT) fordert, ist nicht vorgesehen.

Der Arbeitsentwurf lässt derzeit die zukünftige Berufsbezeichnung noch offen. Auch eine konkrete Definition der erforderlichen Studieninhalte in einer Approbationsordnung steht noch aus. Vor allem aber gibt es nach wie vor keine Aussagen zu den strukturellen Rahmenbedingungen einer zukünftigen Weiterbildung, die sich an ein Psychotherapiestudium anschließen soll. Hierzu wurden vom BMG lediglich Diskussionspunkte vorgelegt, die nun mit den Bundesländern in Angriff genommen werden sollen. Der DPT hatte stets klargestellt, dass eine zeitgleiche Verabschiedung entsprechender Regelungen eine unabdingbare Voraussetzung für eine Ausbildungsreform darstellt.

Arbeitsentwurf zum Download

Konstituierende Delegiertenversammlung der PTK
04. Mai 2017

Am 4. Mai fand die konstituierende Sitzung der Delegiertenversammlung in München statt. Ihr waren einige intensive Verhandlungen zwischen den größeren Fraktionen vorausgegangen, die sehr konstruktiv verliefen und für unsere PP- und KJP-Wahllisten „Kammervielfalt“, die gemeinsam von dgvt und avm organisiert waren, sehr erfolgreich ausgingen. Letztlich gab es weitgehend abgestimmte Wahlvorschläge und die Versammlung konnte dann auch zügig, trotz der vielen anstehenden Wahlen, durchgezogen werden.

In den Vorstand wurden zunächst – jeweils ohne Gegenkandidaten – wiedergewählt: Als Präsident: Nikolaus Melcop, als 1. Vizepräsident Bruno Waldvogel, als 2. Vizepräsident Peter Lehndorfer, als Beisitzer: Birgit Gorgas, Anke Pielsticker und Heiner Vogel.

Um den vierten Beisitzerposten gab es dann eine echte Wahl mit zwei Kandidaten: Monika Sommer, leitende Psychotherapeutin der psychiatrischen Bezirksklinik/Universitätsklinik Regensburg, von unserer Liste gegen den bisherigen vierten Beisitzer Benedikt Waldherr. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der beiden, die beinahe freundschaftlich verlief, konnte sich in der Wahl dann Monika Sommer mit 24 gegen 16 Stimmen souverän durchsetzen. Im Ergebnis hat unsere Liste nun zwei Personen in den Vorstand bringen können – wir sind zufrieden.

Anschließend fand die Wahl der Delegierten für den Deutschen Psychotherapeutentag (DPT) statt. Von den insgesamt 19 bayerischen Delegierten (jeweils mit 2 Stellvertretern) erhielt unsere Liste nach dem Wahlverfahren Hare/Niemeyer 5 Plätze, auch eine Verbesserung um 2 gegenüber der letzten Wahlperiode. Für die Kammervielfalt wurden als Delegierte gewählt: Rainer Knappe (Stellvertreter 1: Maria Gavranidou, Stellvertreter 2: nn), Markos Maragkos (Birsen Kahraman, Andreas Mühlberger), Monika Sommer (Christian Hartl, Judith Siegl), Willi Strobl (Anne Knappe, Norbert Beck) und Heiner Vogel (Rudi Merod, nn).

Markos Marakos wurde schließlich noch zum Mitglied des Finanzausschusses und zum stellvertretenden Delegierten für den Finanzausschuss der Bundespsychotherapeutenkammer gewählt. Weitere Ausschüsse wurden nicht gewählt.

Was gab es sonst noch und was lief eigentlich inhaltlich? Die Eröffnung durch den – noch jungen – Alterspräsidenten Peter Lehndorfer bot einen kurzen, aber auch amüsanten Rückblick auf die Zeit der Kammergründung vor 15 Jahren. Der Bericht des Vorstandes, von Nikolaus Melcop vorgetragen, gab insbesondere den neuen Delegierten einen guten Überblick über die Arbeit der letzten Jahre, bei dem auch die zukünftigen Herausforderungen herausgearbeitet wurden. In diesem Zusammenhang gab es ein engagiertes und überzeugendes Plädoyer von Birgit Gorgas für ein stärkere Gender- und Diversity-Orientierung bei den Kammern und ihren Organen/Gremien (vielleicht hat das auch dazu beigetragen, dass hinterher bei der Vorstandswahl eine dritte Frau in den Vorstand gewählt wurde….).

Am Ende waren vermutlich alle angenehm überrascht, dass wir eine Stunde früher mit der Tagesordnung fertig waren, als es ursprünglich geplant war.

Heiner Vogel

Kammerwahl in Bayern entschieden – leichte Zugewinne für unsere Listen
12. April 2017

Am 31. März gegen Mittag wurden die Ergebnisse der Auszählung der Kammerwahl bei der Psychotherapeutenkammer(PTK) veröffentlicht (siehe auch die Homepage der PTK). Wir hatten gemeinsam mit der AVM und einigen unabhängigen KandidatInnen quasi seit Weihnachten einen engagierten Wahlkampf geführt und waren dementsprechend gespannt auf das Ergebnis. Zusammengefasst kann man sagen: Unser Ergebnis, die Stimmenzahl für die Listen „Kammervielfalt“, kann sich sehen lassen, aber überschwänglicher Jubel ist auch nicht erforderlich.

Im PP-Bereich konnten wir unseren Stimmenanteil auf 23% (+ 2 % gegenüber der letzten Wahl) leicht steigern, aber wiederum 8 Delegiertensitze wie bei der Wahl zuvor. Im KJP-Bereich konnten wir das Ergebnis deutlicher steigern: 20,01% bedeuteten einen Zuwachs von 4% und hier haben wir auch nunmehr 2 Delegiertensitze erlangen können (statt vorher 1).

Gewählt wurden also (in der Reihenfolge der Stimmenzahl):

  • Für den PP-Bereich: Heiner Vogel, Markos Maragkos, Maria Gavranidou, Rainer Knappe, Rudi Merod, Monika Sommer, Birsen Kahraman und Judith Siegl. [erster Nachrücker Christian Hartl, Regensburg, zweiter Nachrücker: Christoph Kröger, München]
  • Für den KJP-Bereich wurden als Delegierte gewählt: Willi Strobl und Anne Knappe. [erster Nachrücker: Norbert Beck, Würzburg, zweiter Nachrücker Bettina Naumann, Dachau]

Nun beginnen die Gespräche über die Vorstandzusammensetzung. Da es auch bei den anderen Listen kaum Veränderungen gab, ist zu erwarten, dass sich die Zusammensetzung des Vorstandes in etwa ähnlich darstellt wie nach der letzten Wahl. Aber: Es ist noch offen.

Wir danken Allen, die uns gewählt und unterstützt haben und damit den Wahlerfolg möglich gemacht haben! Die neue Fraktion wird die Wahl als Auftrag verstehen, sich in den nächsten fünf Jahren für unsere gemeinsamen Ziele einzusetzen, wie sie im Wahlprogramm formuliert waren, und mit den Mitgliedern regelmäßig über die Erwartungen und Zwischenergebenisse sprechen. Und wir hoffen auch, dass umgekehrt alle Mitglieder uns ihre Wünsche, Erwartungen und auch kritischen Anmerkungen zur Kammer mitteilen, damit wir sie in die laufenden Diskussionen einbringen und zu Lösungen beitragen können.

Stellungnahme der DGVT zum Weltgesundheitstag
07. April 2017

Über Depressionen sprechen - Weltgesundheitstag am 7. April macht auf wirksame Behandlungsmöglichkeiten aufmerksam. Download.

Wie geht es weiter mit der besseren tariflichen Eingruppierung für PP und KJP?
22. März 2017

Das Psychotherapeutengesetz hatte für viele angestellte KollegInnen zunächst mal keine Verbesserungen erbracht, weder in der tariflichen Eingruppierung, noch in der Stellung in den Einrichtungen und Kliniken. Hinsichtlich der tariflichen Eingruppierung war klar, dass der öffentliche Dienst hier der Vorreiter sein muss. Da gab es, nach langjährigen Engagement der ver.di-Bundesfachkommission PP/KJP, im letzten Jahr endlich einen wichtigen Durchbruch: eine eigene Eingruppierung im Tarifvertrag für den kommunalen Bereich (TVöD, EG 14) wurde für KJP und PP erreicht. Für die KJP ein wichtiger Fortschritt, für viele PP nicht unbedingt eine Verbesserung (vgl. unsere News vom 11.3.2017), eher enttäuschend. Gleichwohl ein kleiner Fortschritt, auf dem man aufsetzen kann. Die Ver.di-Fachkommission wird (mit Unterstützung der Angestellten-/PTI-Ausschüsse der Kammern und der Psychotherapeutenkammern insgesamt) auf dieser Grundlage eine verbesserte facharztäquivalente Eingruppierung für die nächste Tarifrunde fordern und sammelt gerade gewerkschaftsintern entsprechende Unterstützung. Für den öffentlichen Dienst auf Landesebene (betrifft in Bayern v.a. staatliche Universitäten/Hochschulen und Universitätskliniken) wurde bei den aktuell abgeschlossenen Verhandlungen zum Tarifvertrag der Länder (TvL) gerade vereinbart, dass bis zur nächsten Tarifrunde in zwei Jahren eine Neufassung der Entgeltgruppen vereinbart werden wird (vgl. unsere News vom 17. Februar 2017). Die Ver.di-Fachkommission, die sich im letzten Jahr neu aufgestellt hat hat, wird in den vorbereitenden/begleitenden Arbeitsgruppen zur Neufassung der Entgeltgruppen im TvL engagiert mitarbeiten und hat aktuell die berechtigte Hoffnung, dass hier eine Eingruppierung in EG 15 erreicht werden kann.

Ergänzend dazu wird das mäßig positive Ergebnis vom TVöD genutzt werden, um bei anderen überregionalen Tarifverträgen (z.B. mit Klinikkonzernen, wie Asklepios oder Helios oder andere) ebenfalls eine separate und dann auch auf eine separate und adäquate Einordnung der PP/KJP pochen. Hier ist die Ver.di-Bundesfachkommission aktuell im engen Austausch mit den zuständigen Bereichen bei ver.di, die für diese Tarifverhandlungen zuständig sind, und entsprechende Veränderungen einfordern.

Die weitaus meisten Tarifverträge werden inzwischen auf regionaler bzw. Landesebene geschlossen, z.B. mit kleineren Klinikgruppen, Wohlfahrtsverbänden, karitativen Einrichtungsträgern oder in sogenannten Haustarifen mit einzelnen Kliniken. In Bayern über 300. Zuständig sind auf Gewerkschaftsseite hier die ver.di-Bezirke. Der Angestellten-/PTI-Ausschuss der Psychotherapeutenkammer Bayern ist schon seit Jahren im Gespräch mit den zuständigen Verhandlungsführern des ver.di-Bezirks Bayern. Hier geht es darum, dass die ver.di-Verhandlungsführer zunächst überhaupt erfahren, welche Verantwortung und Kompetenzen unsere Berufsgruppe hat und was sich daraus für Forderungen für die Tarifierung ableiten lassen. Es geht auch um die Erwartungen und Forderungen unserer Berufsgruppe. Ganz wichtig, das zeigt sich in diesen Gesprächen sind dabei aber immer wieder zwei Punkte. Erstens: Natürlich verhandelt ver.di formal zunächst für Gewerkschaftsmitglieder. Und die Argumente im Gespräch mit ver.di kommen unsererseits umso überzeugender an, wenn darauf verwiesen werden kann, dass im jeweiligen Betrieb viele KollegInnen ver.di-Mitglied sind oder werden. Zweitens: Wenn ver.di vor einer anstehenden Tarifverhandlung Argumente und Positionen sammelt, dann nehmen die Verhandlungsführer Kontakt mit den Betriebsräten und ver.di-Mitgliedern der jew. Einrichtungen vor Ort auf. Die Forderungen, die ver.di in die Tarifgespräche einbringen kann, müssen von dort kommen. Leider findet die Gewerkschaft in diesen Fällen häufig keine Ansprechpartner auf Seiten der PP/KJP vor Ort. Oder der Betriebs-/Personalrat bzw. die Mitarbeitervertretung kennt die Forderungen der PP/KJP gar nicht. Das ist natürlich ein Problem auf unserer Seite: KollegInnen, die sich in ihrer Klinik bzw. beim Tarifvertrag dort ungerecht eingestuft fühlen, müssen Ihre Forderungen unbedingt weitermelden: Beim Betriebsrat und bei Ver.di. Dann können sie bei den nächsten Tarifgesprächen aufgenommen werden. Der PTI-Ausschuss der PTK wird die bayerischen ver.di-Aktivitäten bei bayerischen Tarifverträgen in der nächsten Wahlperiode engagiert begleiten und unterstützen - aber die KollegInnen vor Ort müssen dies unbedingt flankieren!

Konsiliarbericht für die Akuttherapie? - eine der offenen Fragen zur Reform der neue Psychotherapierichtlinie
18. März 2017

Die neue Psychotherapierichtlinie (PTR), die zum 1.4.2017 in Kraft tritt, stellt die vermutlich größte Veränderung der ambulanten Psychotherapie in der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland dar, seit die Psychotherapie im Jahr 1967 erstmals als Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen eingeführt wurde. Ein umfassendes Regelwerk wie die PTR komplett neu zu fassen, ist ein Mammutprojekt, das innerhalb von sehr kurzer Zeit von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband) ausgehandelt wurde. Zudem war es schwierig, weil einige historische "Zöpfe" beibehalten werden sollen und die Forderung der GKV im Raum stand, dass bitteschön alles weitgehend "kostenneutral" erfolgen soll und dass keinesfalls zur individuellen Leistungsausweitung motiviert werden soll. Da geht es dann auch schon mal zu wie auf dem Basar ("türkischer Basar" sagt man wohl besser nicht mehr). Kurz: Es ist vermutlich kaum zu vermeiden, dass am Ende und in der praktischen Umsetzung einige Stellen auftauchen, die gar nicht oder scheinbar widersprüchlich geregelt sind.

Einer dieser Punkte ist die Frage, ob der Konsiliarbericht bereits zum Beginn der Akuttherapie vorliegen muss. In den unten erwähnten Handreichungen zur Erläuterung der neuen PTR wird diese Frage bejaht (vgl. News vom 2. März 2017: "Kommentierungen ...."). Wer als niedergelassene/r KollegIn häufig Konsiliarberichte im Rahmen des Psychotherapieantrags benötigt, kann sich allerdings nur schwerlich vorstellen, dass das "im Sinne der Erfinder" war/ist. Und so taucht inzwischen auch eine sorgfältige juristische Stellungnahme (Dr. Markus Plantholz, Hamburg, vom 3.3.17) auf, die diese Position bestätigt. Die Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer hat inzwischen eine vergleichbare Position veröffentlich (Quelle). Ohne hier näher auf die juristischen Hintergründe einzugehen lässt sich das Ergebnis wie folgt zusammenfassen:

  1. Jede/r Psychotherapeut/in ist zwar nach dem Psychotherapeutengesetz (§ 1 Abs. 3) verpflichtet, im Rahmen einer Psychotherapeutischen Behandlung eine somatische Abklärung vornehmen zu lassen. Die Berufsordnungen der Kammern spezifizieren diese Verpflichtun
  2. g.
  3. Es ist aber nicht vorgeschrieben, zu welchem Zeitpunkt diese Abklärung erfolgt und auch nicht, in welcher Form dieses zu dokumentieren ist.
  4. Demzufolge obliegt es der Verantwortung des Psychotherapeuten bzw. der Psychotherapeutin, in Sprechstunde und Akuttherapie hinreichend sorgfältig vorzugehen. Aufgrund der erhaltenen und erfragten Informationen im Rahmen der Sprechstunde und der Akuttherapie ist darauf zu achten, ob und wann eine somatische Abklärung erforderlich ist. Diese ist dann ggf. zu veranlassen und die Rückmeldungen sind in die psychotherapeutische Arbeit einzubeziehen. Hierzu kann der/die PsychotherapeutIn im Falle der Akuttherapie natürlich das Formular Konsiliarbericht verwenden (muss er/sie aber nicht - wichtig ist in jedem Fall die Dokumentation in der Akte!).
  5. Sofern es Hinweise gibt, dass eine somatische Abklärung notwendig ist und diese wird nicht veranlasst, so könnte für den/die KollegIn ein haftungsrechtliches Problem entstehen.
  6. Aber -so Plantholz- die PTR wäre sinnwidrig ausgelegt, wenn man von jeder/jedem PatientIn in der Akuttherapie, egal wie unrealistisch eine somatische Komponente (einschl. Medikation) für Entstehung, Verlauf oder Therapie der vorliegenden Problematik ist, einen ärztlichen Konsiliarbericht verlangen würde. Denn die Akutpsychotherapie soll ebenso wie die Sprechstunde kurzfristig verfügbar sein und das ist beim Konsiliarbericht nach der übereinstimmenden Berufserfahrung von vielen KollegInnen häufig nicht der Fall.
  7. Die Psychotherapierichtlinie schreibt den VertragspsychotherapeutInnen, den PP und KJP, weiterhin (lediglich) verbindlich vor, dass sie das ärztliche Konsil (mittels des Formblattes) vor Beginn einer Kurzzeitpsychotherapie oder einer Langzeitpsychotherapie (gemäß § 15 PTR) einholen.

Diese Sichtweise erscheint uns sachgerecht. Sie bestätigt unsere Autonomie als akademischer Heilberuf in der Berufsausübung, aber natürlich auch unsere Verantwortung (siehe Punkt 4).

Es gibt auch noch manche andere Punkte der PTR, in denen sich bei näherer Betrachtung im Praxisalltag Unklarheiten erweisen werden. Wir empfehlen deshalb: Schließen Sie sich den Mailinglisten von KollegInnen an, in denen diese Themen diskutiert werden, z.B. beim DGVT-BV. Dann sind Sie ständig aktuell, was die laufenden Diskussionen zu diesen und anderen Themen der psychotherapeutischen Versorgung angeht.

Neue Psychotherapievereinbarung im Netz verfügbar
17. März 2017

Inzwischen ist der Text der neuen Psychotherapievereinbarung vom 19. Januar 2017 (In-Kraft-Treten am 1. April 2017) veröffentlicht und kann über die Homepage der Kassenärztlichen Bundesvereinbarung heruntergeladen werden.

Die Psychotherapievereinbarung zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) regelt die konkrete Umsetzung der neuen Psychotherapierichtlinie in den Praxisalltag. Insbesondere sind hier die zahlreichen (neuen und abgeänderten) Formulare für die Sprechstunde, Therapiebeantragung etc. und die Vorgaben für ihren Einsatz festgelegt. Sie musste in der Folge der neuen Psychotherapierichtlinie zum 1. April 2017 neu gefasst werden.

Die neuen Formulare und eine Ausfüllhinweise der KBV sowie Erläuterungen zum Bezug der Formulare finden Sie hier.

Befugniseinschränkung reduziert: PP und KJ dürfen Psychosomatische Rehabilitation, Soziotherapie sowie Krankenhausaufenthalte und Krankentransporte wegen psychischer Indikationen verordnen!
16. März 2017

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Presseerklärung vom 16. März verkündet, dass er es endlich geschafft hat, seine entsprechenden Richtlinien über die Verordnung von Soziotherapie, Rehabilitation, Krankenhausbehandlung und Krankentransporte an die gültige Gesetzeslage anzupassen. Das am 23. Juli 2015 in Kraft getretene GKV-Versorgungsstärkungsgesetz hat festgelegt, dass PP und KJP als zulässige Verordner in diese Richtlinien aufzunehmen sind. Nach nunmehr fast zwei Jahren hat der G-BA dies auch tatsächlich geschafft. Zumindest hat er die Entwürfe für neue Richlinien erstellt und dem Bundesgesundheitsministerium zur Prüfung übersandt. (ein etwas unpassender oder ketzerischer Vergleich: die rechtliche Wiederherstellung der Deutschen Einheit nach dem Fall der Mauer hat 11 Monate benötigt). Das Bundesgesundheitsministerium hat nun mehrere Wochen Zeit, um zu prüfen, ob die Entwürfe mit den rechtlichen Vorgaben übereinstimmen. Sofern von dort keine Beanstandung kommt, werden die neuen Richtlinien im Bundesanzeiger veröffentlicht und treten dann in Kraft.

Hier finden Sie die Presseerklärung des G-BA, die Stellungnahme der Bundespsychotherapeutenkammer und hier auf den Seiten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) eine etwas ausführlichere Erläuterung zu den Details der Regelungen in den Entwürfen. Die Entwürfe der geänderten Richtlinien selbst wurden leider noch nicht veröffentlicht, auch ist kein Hinweis zu finden, wieviel Zeit das BMG zur Prüfung hat.

"Fachtagung "Psychisch Gesundheit trotz/dank Arbeit" von der Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e.V. am 3. April in Nürnberg
14. März 2017

Am 3. April geht es bei der Fachtagung der Landeszentrale für Gesundheit (LZG) in Nürnberg um "Psychische Gesundheit im Betrieb". Neben Grundlagenbeiträgen geht es auch um unterschiedliche Ansatzpunkte zur Förderung psychischer Gesundheit im Betrieb, die in Kurzworkshops vertieft werden. Für Mitglieder der Psychotherapeutenkammer ist der Eintritt frei, da die Kammer Mitglied in der LZG ist. Den Einladungsflyer finden sie hier.

Infos zur Höhergruppierung im TVöD
11. März 2017

Die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst (TVöD - kommunal/Bund) haben im letzten Jahr einen wichtigen Fortschritt für die PP/KJP erbracht. Zwar einen kleinen, aber immerhin: Eine eigene Eingruppierung für die PP/KJP ab 1.1.17. Der Antrag auf Höhergruppierung kann im ganzen Jahr 2017 gestellt werden und wird dann rückwirkend zum 1.1.17 vollzogen und nachgezahlt. Seitens der Fachkommission PP/KJP bei ver.di und seitens des Ausschusses Psychotherapie in Institutionen der BPtK hatten wir angeregt, den Antrag nicht zu früh zu stellen, denn bei der Höhergruppierung verliert man die in einer Alterstufe angesammelte Zeit bis zur nächsten Alters-/Erfahrungsstufe. Und das kann im Zweifel dann den Vorteil der Höhergruppierung schmälern.

Nun gibt es ein Merkblatt vom 7.3.2017, in dem wir unsere bisherigen Erkenntnisse zusammengestellt haben und die möglichen Problemkonstellationen etwas eingrenzen können. Das Merkblatt ist relativ leicht zugänglich auf der Seite der BPtK unter folgendem Link:

http://www.bptk.de/bptk/gremien/psychotherapeuten-in-institutionen.html

=> Aktuelles

(dort finden sich auch die Beiträge aus dem PTJ zum Thema und Hintergrundinformationen)

Bitte geben Sie diese Hinweise auch an andere KollegInnen weiter, die im Tarifbereich des öffentlichen Dienstes (TVöD/kommunal) beschäftigt sind.

Geplante Novelle des BKA-Gesetzes entspricht nicht den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts!
09. März 2017

DGVT und DGVT-BV kritisieren die geplante Novelle zum BKA-Gesetz: Vertrauensschutz bei Psychotherapeut/innen werde erneut ausgehöhlt und die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes werden nicht beachtet. Hier die Stellungnahme im Wortlaut.

Psychische Erkrankungen führen häufig in eine Armutsspirale
08. März 2017

Die aktuelle Pressemitteilung der DGVT verweist auf den aktuellen Armutsbericht des Paritätischen über die deutlichen Zusammenhänge zwischen psychischen Erkrankungen und dem Verlust der Teilhabe.

Info-Abend unserer Liste in Aschaffenburg am 17.3.17!
02. März 2017

Auch in Aschaffenburg haben wir noch einen Informationsabend organisieren können. Hier das Einladungsschreiben mit näheren Informationen Anlage

Kommentierungen zur neuen Psychotherapierichtlinie
02. März 2017

Inzwischen liegt die endgültige Fassung der ab 1. April gültigen Psychotherapierichtlinie vor und es gibt bereits verschiedene mehr oder weniger kritische Kommentierungen: hier zunächst die Darstellung und Bewertung der Bundespsychotherapeutenkammer; hier die Kommentierung des DGVT-BV

Info-Veranstaltung zur Psychotherapie mit geflüchteten Menschen am 08. März in München
01. März 2017

Die ersten beiden Info-Veranstaltungen zum Thema waren ein voller Erfolg - es kamen viele InteressentInnen, die sich im weiteren auch stärker mit dem Thema eschäftigten. Die TeilnehmerInnen waren zudem sehr zufrieden mit der kompakten und praxisnahen Vermittlung von Informationen zum Thema. Nun bietet die Kollegin Birgit Gass erneut eine Informationsveranstaltung zur Psychotherapie mit geflüchteten Menschen in München an: 8.3., 19.00 - 21.00 Uhr, Landshuter Allee 11 - nähere Infos, auch zu den einzelnen Themen, finden Sie hier. Gerne geben wir diese Information weiter!

Wer mehr über die Arbeit einer Psychotherapeutin in der Flüchtlingshilfe kennen lernen möchte, dem empfehlen wir das Interview mit Birgit Gass.

DGVT fordert, das längst angekündigte Verbot von Tabakwerbung endlich umzusetzen!
28. Februar 2017

Deutschland ist das letzte Land der EU, in dem noch praktisch unbegrenzte Werbung für Zigaretten auf Plakaten und in Kinospots gemacht werden darf. Ein Skandal - besonders wenn man daran denkt, dass die Bundesregierung bereits im Frühjahr letzten Jahres einen entsprechenden Gesetzentwurf verabschiedet hat. Die Lobby hat bis heut erfolgreich verhindert, dass er in den Bundestag eingebracht wird und so droht nun, dass er mit Beginn der Sommerpause und dem Ende der Legislaturperiode zu den Akten gelegt wird. Wer sich für Prävention und Gesundheitsförderung einsetzt, muss diese Willfährigkeit der Politik kritisieren, findet die DGVT.

Download

PsychotherapeutInnen in der Psychiatrie immer wichtiger!
21. Februar 2017

Das Deutschen Krankenhausinstituts gibt in regelmäßigen Abständen das "Psychiatrie-Barometer" heraus. Es stellt die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung bei stationären psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen über aktuelle Fragestellungen und Entwicklungen in diesem Versorgungsbereich dar. Der in diesen Tagen erneut veröffentlichte Bericht dokumentiert die zunehmende Bedeutung der psychotherapeutischen Ausrichtung der psychiatrischen Kliniken. Das kommt gerade recht, denn in diesem und im nächsten Jahr werden im Gemeinsamen Bundesausschuss die verbindlichen Mindeststellenpläne (in der Nachfolge der überholten PsychPV) für die psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken beraten und letztlich festgelegt. Die Diskussion wird vor dem Hintergrund der "Ist-Situation" in den Häusern und nach Auswertung von Leitlinien für die Behandlungsempfehlungen in diesem Bereich erfolgen.

http://www.bptk.de/aktuell/einzelseite/artikel/psychotherap-98.html

Tarifvereinbarung im öffentlichen Dienst (TvL) gibt Hoffnungen für die PsychotherapeutInnen
17. Februar 2017

Am Morgen des 17.2. haben die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di) und die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) den Tarifvertrag der Länder (TvL) unterzeichnet. Neben einer linearen Tariferhöhung und und verschiedenen Detailregelungen hatten wir auch auf strukturelle Verbesserungen ähnlich wie beim Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) gehofft und speziell die Festlegung der Entgeltgruppe 15 für die PP und KJP. Wir hatten ab Oktober 2016 als Fachkommission PP/KJP innerhalb von Ver.di aber auch über die Kammern gegenüber den in den Ländern zuständigen Finanzministerien Druck in diese Richtung aufgebaut und teilweise auch positive Signale erhalten. Die Hoffnung, dass man dieses Ziel sozusagen im Durchmarsch erreichen könne, war vermutlich unrealistisch, denn die Strukturen von TVöD und TvL sind zu unterschiedlich, als dass man ganz einfach das TVöD-Ergebnis auf den TvL übertragen kann. Immerhin, und das gibt Hoffnung: Es ist vereinbart worden, dass im Laufe des nächsten Jahres auch für den TvL eine neue Entgeltordnung erarbeitet wird. Hier wird es sicher im wesentlichen (ähnlich wie im TVöD) um eine neue Struktur der Vergütung bei den Pflegeberufen gehen, und im Nebenschluss wird auch eine eigene Vergütungsgruppe für die PP/KJP herausspringen. Davon darf man wohl ausgehen. Allein: Es ist nicht völlig auszuschließen, dass man sich sogar dann darauf verständigt, dass die PP/KJP dann in die EG 15 kommen, denn ganz aktuell ist genau dieses im Uni-Klinikum Halle von ver.di herausverhandelt worden (im Rahmen eines Haustarifvertrages).

Hier finden sie den Ver.di Bericht über den Tarifabschluss vom 17.2.17.

Inkrafttreten des Beschlusses über die neue Psychotherapierichtlinie
16. Februar 2017

Der Gemeinsame Bundesausschuss weist in einer Pressemeldung vom 16.2.2017 darauf hin, dass die im vergangenen Jahr intensiv und auch kontrovers diskutierte Neufassung der Psychotherapie-Richtlinie im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde. Sie ist jetzt also "in Kraft" und findet ab dem 1.4.2017 Anwendung. Hier ist der Link zur neuen Fassung der Psychotherapie-Richtlinie.

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2634/. Auch finden sie unter diesem Link die sogenannten Tragenden Gründe, mit denen der G-BA die Veränderungen begründet und die Darstellung des Beratungsprozesses beim G-BA.

Rosa Beilage 1/2017 erschienen!
08. Februar 2017

8.2.2017 "Rosa Beilage" Heft 1/2017 mit aktuellen Infos zur psychosozialen Fach- und Berufspolitik erschienen!

Zum Download